Mit dem Messerflug durch die Luft zischen
Luftsport-Club will mehr junge Menschen fürs Modellfliegen begeistern / Bedauern über Fest-Samstag
Ein Hobby mit Nervenkitzel: Der Vereinsnachwuchs Liam, 12,(links)und Floris,14, (rechts) sowie der Jugendbeauftragte Dominic Becker (39) sind große Fans vom Modellfliegen.
Foto: EVA-MARIA HOMANN
„Das ist ein Messerflug“, demonstrierte Floris und ließ sein Modellflugzeug in Seitenlage durch die Luft zischen. Auch Loopings, Rolle und der Turn sind für den 14-Jährigen kein Problem mehr. Er nahm am Wochenende zum zweiten Mal am Modell-Schaufliegen des Kelkheimer Luftsport-Clubs (KLC) teil. Seit 2008 zeigen die Mitglieder an einem Wochenende jährlich Kunstflüge mit Musik, schnelle Jets oder Oldtimerauf dem Fluggelände zwischen Münster und Hofheim.
Sie hätten noch nie richtig schlechtes Wetter gehabt, überlegte der Vorsitzende Wolfgang Eisenberg. „Wollt ihr mal“: Zuschauer zeigten sich überrascht, wenn er ihnen anbiete, eine Runde zu fliegen. Es gebe derzeit etwa 30 aktiv fliegende Mitglieder. Liam kommt seit zwei Jahren aus Bad Soden zum KLC, sein Papa fliege ebenfalls. „Ich mag das Geräusch“, erzählte der Zwölfjährige.
Unergessliche Erlebnisse
Wie bereits 2025, hat der Kelkheimer Luftsport-Club eine Gruppe von Gästen empfangen: Menschen mit Muskelerkrankungen, die sich den Traum erfüllen wollten, ein Modellflugzeug selbst zu steuern. Die Teilnahme der Gäste wurde von Roland Mischke von der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke koordiniert. Der Kontakt zum KLC entstand über dessen langjährigen Fliegerkameraden Thomas Weber, ebenfalls UL-Pilot und Vereinsmitglied. Die Organisation und Durchführung des Aktionstages auf Seiten des KLC lag in den Händen von Dominic Becker, unterstützt von weiteren erfahrenen Piloten des Vereins.
Für die Flugerlebnisse kamen sowohl vereinseigene Schulungsmodelle als auch von den Fluglehrern bereitgestellte Modelle zum Einsatz. Dank moderner Lehrer- Schüler-Systeme konnten die Gäste die Flugzeuge selbst steuern, während die Fluglehrer jederzeit unterstützend eingreifen konnten. So war ein sicherer und
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Die Fliegerei begeistert Karl Waldeck noch mit 90
Luftsportclub Kelkheim will verstärkt junge Leute für das Modellfliegen gewinnen
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Erfahrung beim Luftsportclub Kelkheim: Karl Waldeck lässt noch mit 90 die Flugzeuge fliegen, Pressewart Thomas Petri hilft ihm beim Start seines Segelflugzeugs. FOTOs: wein/privat
Münster/Königstein - Vorstandsmitglied Thomas Petri ist in diesem Moment nur der "Hiwi". Denn die Fernsteuerung hält Karl Waldeck in der Hand. Auf ein kurzes Kommando wirft Petri das Segelfieger-Modell mit einer Spannweite von gut 3,50 Metern schräg in die Höhe, während sein Kompagnon das Flugzeug mit Motorhilfe hoch über die Wiese des Luftsport-Geländes in Münster bugsiert. Anschließend dreht Waldeck ohne Motor seine Kreise nur mit der Kraft der Thermik, zeigt Schwünge in alle Richtungen, gleitet mit dem Wind innerhalb der erlaubten Zone - und landet am Ende sanft im Gras.
Applaus für den Senior
Der Applaus von einigen Senioren, die auf ihren Stühlen den Aktivitäten beim Luftsportclub Kelkheim zuschauen, ist Waldeck sicher. Dabei ist der Pilot
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Artikel aus der Kelkheimer Zeitung.....
KELKHEIMDer Pilot zog nicht selbst, er ließ ziehen
25.09.2019 Von leserreporter (Kelkheimer Zeitung "Taunus-Nachrichten")
Foto: Kelkheimer Zeitung
Warum denn selbst den Flieger aufs Rollfeld ziehen, wenn das ein Tankfahrzeug erledigen kann? Mal ein neues Bild beim Flugtag des Kelkheimer Luftsportclubs. Die anderen Piloten schleppten ihre Flugzeuge selbst auf das Feld wie auch eine Mustang eine P51, wie man sie vor mehr als siebzig Jahren im Krieg über Deutschland sah. Und da ging man diesem amerikanischen Jagdflugzeug besser aus dem Weg. Hier und jetzt gehörte die P51 zu den Modellen, die vom Besitzer bei Start und Landung, bei Loopings und Rollen, unter Beifall der Gäste, vorgeführt wurden. (Zwei Bilder rechts außen). Dann Start einer Maschine mit Zuschauern dahinter und ein schattiges Plätzchen zwischen den Modellen – die Sonne meinte es am letzten Tag des Monats besonders gut.
