

| Rund 2500 Besucher kamen zum Flugplatzfest des Kelkheimer Luft- sportclubs. Und sie bekamen einige spektakuläte Dinge zu sehen. Kelkheim. Die Piper J3 Supercub kommt in die Seitenlage auser der Kurve - eine Tragfläche weist zum Boden, die andere zum Himmel. "Messerflug", nennen die Flieger dies, und es sieht zwar einfach aus, verlangt aber eine Menge Fingerspitzengefühl. "Da muss man schon eine Weile üben", informiert der Ansager die Zuschauer, die dem Piloten, kaum dass die Maschine gelandet ist. reichlich Beifall spenden. Kay Succolowsky hat das Modell geflogen, später zeigte der 14 jährige noch mit einer Kunstflugmaschine allerlei Loopings, Rollen und andere Kunststücke. "Das geht noch tiefer", wird er angefeuert, als er die Maschine in Rückenlage ein paar Meter über der Wiese entlang rasen lässt. Aber das junge Clubmitglied lässt sich nicht provozieren. Sicherheit geht vor, und kein Modellflieger möchte vor Publikum einen Absturz hinlegen. |
Einer kam aus Holland Keine Frage, die Veranstaltung war geeignet, die Besucher für dieses Hobby zu beeistern. Rund 40 Bastler waren mit ihren Fliegern, von der histrorischen Militärmaschine bis zum Hubschrauber, angereist und alle konnten ausgiebig bewundert werden. Michael Günther, der Vorsitzende des Vereins, schätzt die Zahl der Besucher auf etwa 2500. Sicher zu dieser Resonaz beigetragen hat, dass der Tierschutzverein nebean ebenfalls seinen Tag der offenen Tür hatte - die Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen klappt seit Jahren. Ebenfalls schon lage arbeite der Luftsportclub mit Gleichgesinnten nicht nur aus der Region zusammen. Sogar aus Holland war ein Modellflieger gekommen, um seine Maschine zu präsentieren. Intensive Kontakte gibt es außerdem mit Vereinen aus Aschaffenburg und Weilbach. Etwa ein Viertel der gezeigten Flugzeuge kamen von auswärts. Darunter auch eine der spektakulärsten Darbietungen des Wochenendes, für die Markus Brandt mit seinem Hubschrauber |
sorgte. Der Eschborner, der sonst auf dem Weilbacher Flugplatz unterwegs ist, jagte seinen Helikopter in atemberaubenden Kapriolen über die frisch gemähte Wiese. Eben noch drehte sich der Helikopter im Vorwärtsflug um die eigene Längsachse, um Sekunden später, mit der Schnautze schräg nach oben stehend, wahre Sprünge zu vollführen. Auch ein Hubschrauber kann sich in der Luft auf den Rücken legen - viel hätte nicht gefehlt, und Brandts Modell hätte die Spitzen der Grashalme abrasiert. "Das geht inzwischen autmatisch", lässt Brandt durchblicken, dass sehr viele Übungsstunden gebraucht werden, bis er eine solche Akrobatik hinbekommt. Trotzdem sei das Hubschrauberfliegen auch etwas für Anfänger, wobei er jedem rät, zunächst mit einem Simulator am Computer zu üben. Die seien inzwischen so gut, dass sie zur Vorbereitung genutzt werden können. So, wie er es betreibt, ist es kein preiswertes Hobby. Etwa einmal im Monat kommt es auch bei Ihm zu einer unplanmäßigen und daher harten Landung - und der Schaden liegt dann jedes Mal bei 100 bis 500 Euro. |
Quelle: Höchster Kreisblatt 08.September 2009

Peter Kreis macht seinen Segelflieger startklar. Foto: Reuß
| Ausgerechnet zum Schlepp- wettbewerb der Kelkheimer Modellflieger gab es ungünstige Witterungsbedingungen. Die Piloten hatten trotzdem ihren Spaß. Kelkheim. Hätte es sich um eine richtige Linienmaschine gehandelt, hätten die Passagiere diesen Flug wohl nie vergessen. Eben noch deutlich zu weit links neben der Landebahn, zieht das Flugzeug im Schrägflug viel zu weit nach rechts, um dann zwar doch auf dem vorgesehenen Bereich zu landen, aber auch um dabei ein ganzes Stück über den vorgesehen Bereich hinaus zu rutschen. Pilot Peter Kreis schüttelt den Kopf - der Wind hat ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Freilich war das alles nicht so schlimm, denn es handelte sich nur um ein Modellflugzeug mit immerhin vier Meter Spannweite zwar, der auch bei einem Absturz nur dann Schaden anrichten kann, wenn er am Boden zufällig jemanden trifft. Und so weit hat zumindest Kreis sein Flugzeug schon im Griff, ist er doch früher einmal mit seinen Modellflugzeugen in der Bundesliga - auch das gibt es in dieser Szene - geflogen. |
Jede Sekunde zählt Jetzt hatte der Kelkheimer Luftsport- Club zum ersten Mal die hessische Landesmeisterschaft im Flugzeug- schlepp ausgetragen. Das ist für die Modellpiloten schon eine Heraus- forderung: Eine Motormaschine zieht das Segelflugzeug in knapp 200 Meter Höhe, wo sie ausgeklinkt wird. Von diesem Zeit- punkt an sollte sie in 200 Sekunden auf einem vor- geschriebenen Feld landen. Für jede Sekunde mehr oder weniger gibt es Abzug. Und Punkte für die Landung gibt es nur, wenn der Segler in einem auf der Wiese markierten Landefeld liegen bleibt. "Der eine oder andere ist wohl zu Hause geblieben", sagt der Vereins- vorsitzende Michael Günther und blickt gen Himmel. Der präsentiert sich bedeckt, und der Wind bläst ganz ordentlich - keine optimalen Bedingungen für die Fliegerei mit den Segelflugzeugen, die auf jeden Windhauch reagieren. Deshalb haben sich auch nur zehn Teilnehmer aus ganz Hessen eingefunden, die den zweitägigen Wettbewerb aber durchaus ernst nehmen. Deshalb wurde am ersten Tag trainiert, und dabei passierte gleich drei Hobby-Piloten, was auch dem besten Modellflieger immer einmal passiert: Die Landung |
fällt unsanft aus, es gibt erhebliche Schäden. Gleich beim Training fiel auch noch eine der drei Schlepp- maschinen aus, was aber keineswegs dazu führte, dass der Besitzer am Wettkampftag zu Hause blieb. Der schlug sich die Nacht um die Ohren, machte sein Segelflugzeug fit und nahm tags darauf am Wettbewerb teil. Gewonnen hat übrigens Marcu Briesenick vom FSV Dreieich vor Justus Appel (MSC Schöneck) und Manfred Kazewko aus Lahnau. "Das sind alles Routiniers, die das schon lange machen, während die meisten Kelkheimer Neulinge sind", begründet Vereinsboss Günther, warum die Einheimischen die hinteren Plätze belegten. Auf den Mannschafts- wettbewerb wurde schließlich verzichtet, da sich nur zwei Teams gemeldet hatten. Öffentliche Flugtage Wer sich für das Modellflughobby interessiert, sollte sich das Wochenende vom 5. bis 6. September im Kalender dick anstreichen - dann nämlich sind öffentliche Flugtage beim Luftsport- club, und dabei können auf dem Vereinsgelände zwischen Hofheim und Kelkheim nicht nur Segler, sondern ganz unterschiedliche Modelle beobachtet werden. bt
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Quelle: Höchster Kreisblatt August 2009

Die kleinen Gäste der Ferienbetreuung warten brav hinter dem Absperrband, bis der Modellflieger abhebt. Foto: Maik Reuß
Ferienkinder sind begeistert von Modellfliegern und besuchen den Flughafen
| Diese Woche steht Zeichen von Propellern und Triebwerken. Die Kinder der Gundschul- betreuung besuchen den Kelkheimer Luft- sport-Club Von Anne Zegelman Kelkheim. Die Kinder sitzen auf Holzbänken, beißen in ihre Brote und machen Quatsch. Plötzlich ver- stummen sie. Peter Kreis hat den Motor seines "Gee Bee"-Sportflugzeugs gestartet. Ein steifer Wind schlägt den Kleinen ins Gesicht, der Motorenlärm dröhnt über die Wiese. Nach und nach legen die Kinder ihren Proviant zur Seite, stehen auf und nähern sich der Absperr- leine, die die Zuschauer vor den Fliegern trennt. "Gleich geht's los", flüstert ein Junge ehrfürchtig. "Rund ums Fliegen" heißt es seit Montag bei der städtischen Ferienkinder- betreuung für Grundschul- kinder. |
Und weil man mit dem Kelkheimer Lufsprot-Clubs (KLC) die Faszination Fliegen fast direkt vor der Haustür hat, darf im Wochenprogramm ein Besuch auf dem Flugplatz natürlich nicht fehlen. Zu Fuß machten sich die 34 Kinder und ihre Betreuuerin auf den Weg zu dem zwischen Hofheim und Keklheim gelegenen Ge- lände. Einen ganzen Tag lang, durften die Mädchen und Jungen den Modell- fliegern zusehen und dabei alle möglichen Fragen stellen. Bei jedem Start klatschten sie begeistert und kommentierten jedes Looping mit lautem "Hurra". Nur selbst fliegen durften die jungen Besucher nicht - aus Sicherheitsgründen, wie KLC-Mitglied Rolf Meyer erklärte. "wirklich draußen fliegen macht erst ab 14 Jahren Sinn", sagte der ehemalige Vorsitzende. "fürs Training haben wir dann den Lehrer-Schüler- Geräte, die wie in der Fahrschule | funktionieren: Der Schüler fliegt, doch wenn es brenzlig wird, kann der Lehrer immer noch eingreifen." Die Gefahr, dass eines der mehreren hundert oder gar tausend Euro teuren Modelle beim Premierenflug zu Bruch gehe, sei einfach zu groß, wenn die jungen Besucher fliegen. Erst mal üben Obwohl manchmal Kinder enttäuscht waren, staunten sie doch über die Präzision, mit der der geübte Flieger ihr Modell durch die Luftströme lenkten. Gerade sie sind es, die das Fliegen so schwierig macht. "Während der Schulzeit bieten wir für Kinder ab zwölf jeden Sonntag von 17 bis 19 Uhr ein Flug- training in der Pest- alozzi-Turnhalle an", so Meyer. "dort können sie mit kleinen Elektro-Fliegern üben und sind nicht dem Wind ausgesetzt." 25 Jugendliche ab |
zwölf Jahren sind im Verein, insgesamt hat er 135 Mitglieder. Rolf Meyer, der den KLC in den 70er Jahren gegründet hat, ist stolz auf den Nachwuchs: "Manche unserer ehemaligen Jugendlichen sind heute tatsächliche Piloten". Pilot werden, das ist auch der Wunschtraum vieler Kinder in der Betreuungs- gruppe. "Ich kann mir das gut vorstellen. das ist ein sehr spannender Beruf", erklärte der siebenjährige David. Der acht Jahre alte Philipp hatte von seiner Mama den Auftrag bekommen, beim KLC einmal nach dem Jugend- training zu fragen, schließlich ist der Junge ganz begeistert vor allem, was Flügel hat. Lara (8) findet zwar, dass Frauen nicht nur Stewardess, sondern auch Pilotin sein sollten. "Trotzdem mag ich lieber Tierärztin werden", sagte das Mädchen. Am Donnerstag besuchen die Kinder den Frankfurter Flughafen. |
Quelle: Höchster Kreisblatt 12.August 2009

Es war ein Schleppwettbewerb. Und hier ging es in gewisser Weise genau so zu, wie beispielsweise beim Segelfliegen auf der Röhn: Motorflieger schleppten Segelflieger in die Luft. Nur waren es keine Großen Segelflieger vom Typ Graupner oder anderen Herstellern, sondern eben "nur" echt und maßstabsgerecht nachgebaute Modelle. Sie wurden nach oben gezogen, ein paar hundert Meter hoch, so dass die Bussarde oder Habichte, die gleichenfalls unterwegs waren, deutlich an Konturen gewannen, viel größer wirkten, als die Modelle. Und bevor die Segelflieger wieder landeten, waren die Motorflugzeuge - gleichenfalls natürlich Modell - längst wieder am Boden.

Die Bedingungen für die Bewertung erschließen sich eigentlich nur den Fachleuten, die mit Stoppuhr und den entsprechenden Formularen an der Rollbahn standen. Gewertet wurde jedenfalls sehr streng und wer seinen Segelflieger - genau so über eine elektronische Fernsteuerung dirigiert wie die Motor-Maschinen - nicht punktgenau auf einem vorher markierten Landeplatz ausschliddern ließ, hatte bei den Punktrichtern schlechte Karten.Nicht jede Höhe ist in dieser Region beim Modellfliegen erlaubt - zu viel anderer Luftverkehr. Aber in diesem Fall gab es eine Ausnahme- genehmigung, die bis in 500 Meter Höhe reichte. Kein Wunder, dass Segler und Motorflugzeuge zeitweise nur als Pünktchen am Himmel zu erkennen waren.
Ganz oben und unten je ein Start im Foto: Während der ziehende Flieger noch am Boden klebt, hat der Segler bereits abgehoben und schwebt, segelt. Schön festgehakt am Schlepptau, das auch wie bei den Großen oben in der Luft ausgeklinkt wird. Darunter: Ein Motorflugzeug wird klar gemacht und ein Teilnehmer dirigiert seinen landenden Segler. Das Bild links unten: Nach der Landung in der rechten Hand der Segler, in der linken Hand die Fernbedienung im Köfferchen.
Die Mitglieder des Kelkheimer Vereins schnitten wie folgt ab: Bei der Einzelwertung (nur Segler) 5. Platz: Peter Kreis, 6. Platz Karl Waldeck und 7. Platz Jochen Kubannek. Bei der Mannschafts- wertung werden die Gespanne, also Motor- flieger und Segler, zusammen bewertet.Da hier aber drei volle Wertungs- Durchgänge in der Einzelwertung geflogen wurde, brauchte die Mannschafts-wertung nicht mehr geflogen werden.
Quelle: Kelkheimer Zeitung vom 06. August 2009