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13.07.2012

 

Vandalen zerstören Ernte

 

Bis zu 1000 Quadratmeter zerstörte Ernte und ein zerfurchter Rasen – das ist das Ergebnis nächtlicher Randale südlich des Industriegebiets Münster.

Neben einigen Landwirten aus Kelkheim, Liederbach und Bad Soden ist auch der Kelkheimer Luftsport-Club (KLC) betroffen.

Eine anderthalb Meter breite Schneise zieht sich durch das Weizenfeld von Landwirt Alois Herr. Auf die Start- und Landebahn des KLC haben die Rowdies unschöne

Muster gefräst. Während Reiner Treder, Vereinssprecher des Luftsport-Clubs, vermutet, dass mit Quads über die Grundstücke gepflügt wurde, glaubt Landwirt Herr,

dass stärkere Fahrzeuge für die angerichteten Schäden verantwortlich sind. "Das waren Randalierer, die ihre Geländewagen ausprobieren wollten." Dabei seien die

Fahrer nicht gezielt vorgegangen, sondern wären durch einen Acker quer hindurch, hätten im nächsten eine Runde gedreht und sich auf den Weg zum nächsten

gemacht. Sein Kollege habe bereits das gesamte Feld abgemäht, "aus Angst, dass alles ausfällt". Alois Herr hingegen muss seinen Weizen noch einige Zeit stehen

lassen.

 

Auch Reiner Treder macht seinem Unmut Luft: "Das ist für uns eine sehr unangenehme Sache." Nach Meinung des KLC-Vereinssprechers handelt es sich um

Vandalen der schlimmsten Sorte. Bereits in den Vorjahren stand das Vereinsgelände, vor allem die Start- und Landebahn, im Interesse der Rowdies. "Die kommen

nur nach dem Regen", ist dem Vereinsvorsitzenden Michael Günther aufgefallen. Und auch Treder ist überzeugt: "Wenn der Boden schön feucht ist, macht es den

Vandalen anscheinend besonders viel Spaß." Die aktuellen Schäden hielten sich noch in Grenzen, verweist Treder auf schlimmere Attacken. Außerdem sei momentan "Wuchszeit". In spätestens zwei Wochen

sei, im wahrsten Sinne des Wortes, Gras über die Sache gewachsen. Dennoch dürfe nicht der Eindruck entstehen, "dass wir darüber grinsen". Bei der Aktion handele es sich um Sachbeschädigung. Der

Vereinsvorsitzende fasst den Ärger der KLC-Mitglieder zusammen: "Jetzt reicht’s. Wir ergreifen Maßnahmen." Eine Anzeige gegen Unbekannt wurde bereits bei der Polizei gestellt.

"Das sind Lebensmittel"

 

Landwirt Alois Herr wird diesen Schritt nicht gehen. "Eine Anzeige gegen Unbekannt ist reine Zeitverschwendung. Das rentiert sich alles gar nicht", meint er resigniert. "Das sind Lebensmittel", weist er

darauf hin, dass es sich nicht um einen Dummejungenstreich handelt. Zwischen 500 und 1000 Quadratmeter Fläche seien beschädigt worden, schätzt der Landwirt. Dabei wurden nicht nur seine Äcker

befahren, sondern "alle Felder im Umkreis des Flugplatzes".

 

© 2012 Höchster Kreisblatt


Liederbach Reiner Treder baut weltweit einmalige und bis zu 35 Kilogramm schwere Modellflugzeuge
von Gesa Fritz
Giganten_der_Luefte
Wenn Reiner Treders Konstruktionen sich zum ersten Mal in den Himmel erheben, bekommt er regelmäßig weiche Knie. Seine Maschinen fliegen in einer anderen Liga als jene, die Hobbybastler in Fachgeschäften erstehen können. Was er da, von Funkwellen geleitet, in die Höhe schickt, sind Giganten unter Modellflugzeugen.

Das bislang größte Modellflugzeug des Liederbachers wiegt rund 35 Kilogramm, hat eine Spannweite von 3,36 und eine Länge von 2,68 Metern. Wegen des großen Gewichtes brauchte er für den Nachbau des amerikanischen Schulflugzeuges T-28 "Trojan" eine extra Zulassung - eine Art TÜV für Modellflugzeuge.

Für Treders Flieger gibt es weder Bausätze noch fertige Pläne. Sie alle sind nach eigenen Entwürfen konstruierte, originalgetreue Nachbauten. Dabei hat er sich auf besonders seltene Flugzeuge spezialisiert. "Meine Modelle sind weltweit Unikate", sagt er.

Um ein Verständnis für die weichen Knie des 68-jährigen zu bekommen, muss man wissen, dass er zwar bis vor einigen Jahren noch eine eigene Werbeagentur geleitet hat. Damit
geht ihm die bis ins letzte Detail perfektionistische Gestaltung der Flieger leicht von der Hand. Aber Treder ist kein Ingenieur. Und er hat, wie er selbst sagt, kein Benzin im Blut

Treder ist im Kelkheimer Luftsport Club aktiv. Er hat Freunde, die das Know-how über Motoren oder Statik mitbringen und ihn bei Bedarf unterstützen. Einiges hat Treder sich von klassischen Bausätzen aus den Hobbymärkten abgeschaut. Unterlagen über die Vorbilder stöbert er schon mal in irgendwelchen Londoner Nebengassenlädchen auf. Und so ist es jedes Mal ein kleines Wunder, wenn sich einer seiner Flieger wirklich vom Boden erhebt.

An seinem größten Flugzeug hat Treder rund ein Jahr gebaut. Unter in seinem Reihenhaus, in einem kleinen Kellerraum, hat er die Pläne gezeichnet und das syropor-leichte Balsaholz zugesägt. Er hat Motoren eingebaut, die auch ein Motorrad antreiben könnten, und Farbe versprüht. Das Material sei gar nicht so teuer, sagt Treder. So 5.000 bis 6.000 Euro müsse er inklusive aller Spezialanfertigungen wir dem handgefertigten Piloten zahlen. Für den Trojan wurde im schon einmal 20.000 Euro geboten.
Doch das Stück ist unverkäuflich.
Der mit neun teils zerlegten Eingenbauten eigentlich überfüllte Kellerraum spricht von Ordnungssinn und großen Erfolgen. Jeder Schraubendreher, jeder Pinsel, jedes Schräubchen haben ihren Platz. An der Wand reihen sich Urkunden und Pokale auf.

Die Leidenschaft für das Hobby hat Treder früh gepackt. Schon als Schüler baute er Modellflugzeuge und ließ sie steigen. Nach einer mehrjährigen Pause stürzte er sich Anfang der 70er Jahre mit der ersten Eigenkonstruktion wieder auf den Modellbau. Als Ausgleich zur kräftefressenden Arbeit. "Mit den Modellen fliegt auch die Fantasie", sagt Treder.

Er sagt aber auch: "Fliegen heißt landen." Jeder Start könnte für die Maschine der letzte sein. Ein ungünstiger Wind, eine Unachtsamkeit können das Aus für die bis zu 200 Stundenkilometer schnellen Flieger bedeuten. Drei Totalschäden musste Treder hinnehmen. "Das weckt bei mir  neuen Ehrgeiz weiterzubauen", sagt er. So werkelt er derzeit wieder in seinem Keller. An einem zweimotorigen Oldtimer, der im Frühjahr seinen Jungfernflug feiern soll.

Quelle: Frankfurter Rundschau 07. Januar 2011


6. September 2010

Der Flugtag ist gelaufen. Wir hatten herrliches Wetter und sehr viele zufriedene Gäste. Vielen Dank an alle Mitglieder und Helfer, die dieses Fest zu einem echten Erfolg gemacht haben! Vielen Dank auch an die Gastpiloten, die unseren Flugtag mit ihren Modellen und Vorführungen bereichert haben. Stellvertretend genannt seien Horst Loschmidt mit seiner Warbird-Truppe, die Stieglitz-Fraktion mit Klaus, Martina und Heinz sowie die vielen Kollegen vom FVL Frankfurt. Wir freuen uns aufs nächste Jahr! Bilder werden in Kürze vom Flugtag in unserer Galerie eingestellt.

Der Vorstand

Reiner Treder baut besondere Flugzeugmodelle – mehr als 30 Kilo schwer und fast 3 Meter langReiner Treder1«Trojan» heißt der Flieger, an dem Reiner Treder in seinem Keller bastelt. Für das schwere Modell brauchte er eine Sonderzulassung.
Foto: Nietner
Von Julia Dünzl

Selbst am Steuerknüppel saß der Liederbacher nie. Bei seinem Hobby ist er lieber mit beiden Beinen auf dem Boden.


Liederbach. «Es gibt Flugzeuge, da sieht man schon beim Startvorgang: Sie wollen fliegen», erzählt Reiner Treder. Die Maschine beschleunigt, das Heck hebt sich, und dann geht es ab. Der Konstrukteur bekommt immer noch weiche Knie, wenn eines seiner Flug- zeuge zum ersten Mal aufsteigt. «Der erste Flug ist das Schönste und gleichzeitig Aufregendste, was man sich als Modellbauer vorstellen kann», erzählt der Liederbacher. Schon als Schüler baute er Flugzeuge. Damals stiegen seine Flieger noch ohne Fernlenkung in die Lüfte. Er zog die Modelle am Seil hoch und klinkte sie dann aus. Nach so mancher Bruchlandung geriet sein Traum vom Fliegen wieder in den Hintergrund. Reiner Treder gründete seine eigene Werbeagentur und hatte damit alle Hände voll zu tun. Doch bald kam der Wunsch nach einem Ausgleich zur Arbeit. «Anfang der 70er Jahre machte die Technik einen großen Sprung nach vorn und es lohnte sich, in den Modellflugzeugbau einzu- steigen», erzählt der Liederbacher.

Aktiv im Luftsport-Club
Im Kelkheimer Luftsport- Club, wo Reiner Treder mittlerweile als Beirat
für die Pressearbeit zuständig ist, fand er Unterstützung. «Der damalige Zweite Vorsitzende Jürgen Nieder hatte als Ingenieur große aero- dynamische Erfahrung. Von ihm lernte ich sehr viel über das richtige Konstruieren von Flugmodellen», berichtet der Flieger-Freund, der inzwischen für diverse Modellflug-Fachzeitschriften schreibt.

Die Vorbilder für die Maschinen sind echte Riesen der Lüfte. Auf Großmodell-Treffen im französischen La Ferté-Alais bei Paris werden die Qualität des Modells und die Ähnlichkeit zum Original bewertet. Dort hat der Liederbacher schon einige Pokale eingeheimst. So steuert Reiner Treder einen originalgetreuen Nachbau des englischen Jagd- und Kampfflugzeuges «Bristol Beaufighter MK 1» durch die Lüfte. Das Modell hat eine Spannweite von 3,10 Metern, ist 2,23 Meter lang und wiegt 20 Kilogramm. Sogar mit Landeschein- werfern ist es ausgestattet. In- sgesamt hat er ein Jahr an dem Flieger gearbeitet.
Für sein originalgetreues Modell des amerikanischen Schulflugzeugs T-28 B «Trojan» brauchte er eine Zulassung, weil es mehr als 25 Kilo schwer ist. Der Nachbau wiegt ganze 35 Kilo, hat eine Spannweite von 3,35 Meter und ist 2,68 Meter lang. Allein an der sich pneumatisch öffnenden Kabinen- haube arbeitete Reiner Treder drei Monate. Nach einer Konstruktions-
und Bauphase von einem reichlichen Jahr, stieg die «Trojan» 2004 dann zum ersten Mal in die Lüfte. «Modellflug bedeutet Entspannung durch Spannung», erklärt der Tüftler. Die Fernbedienung hat zwar eine Reichweite von drei Kilometern, auf dem Kelkheimer Flugplatz dürfen die Modelle aber nicht mehr als 300 Meter über dem Grund kurven. Der Flugraum ist durch den Golfplatz und die Bundesstraße begrenzt.

Die Kunst der Landung
Die Dauer des Fluges hängt vor allem von der Menge des Sprits im Tank ab. Treder erläutert: «Die Flieger sind selten länger als zehn Minuten in der Luft.» Anders als bei seinen ersten Experimentierversuchen weiß der Designer jetzt: «Fliegen heißt vor allem Landen.» Für die Landung braucht er seine volle Konzentration. Erst wenn hier alles glatt geht, ist der Jungfernflug gelungen. Den Reiz, sich auch selbst ins Cockpit zu schwingen, gab es zwischenzeitlich auch. Doch der 68-Jährige verzichtete aus Verantwortung für seine Familie und seine Werbeagentur darauf, einen Pilotenschein zu machen. Aber wenn er die Gelegenheit hat, fliegt er gerne in allen möglichen Flugzeugen mit. Doch seinen größten Traum vom Fliegen lebt er weiterhin beim Modellflug – und bleibt dabei mit beiden Füßen auf dem Boden.

Quelle: Höchster Kreisblatt 17. November 2010


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Wie in jedem Jahr: Bei den Ferienspielen gab es viele "Top-Angebote". Und wie im richtigem Leben: Der gute und außergewöhnliche Geschmack musste bezahlt werden. Bei der Polizei gab es für die Ferienpolizisten Ausbildungs-Einheiten. Wer jedoch fliegerischen Vergnügen erleben wollte, musste dafür erlebten die Kleinen, dass nicht alles ohne zu bezahlen in den Schoß fällt, dass man durchaus auch einiges dafür tun muss. Wie gesagt, drei "Blüten" kostete die Fahrt zum Flughafen des Kelkheimer Modellsportvereines. Und deren Mitglieder ließen sich nicht bezahlen: Weder mit Blüten noch mit Euros. Sie hatten ihren Spaß

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drei Blüten löhnen. Und dieses Ferienspielgeld musste vorher verdient werden. Bei Arbeiten innderhalb der Ferienspiele. so an der Sache und zeigten den begeisterten jungen Gästen, was man mit dem Modellflugzeugen alles machen kann.

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Quelle: Kelkheimer Zeitung 15. Juli 2010

Club ist stolz: Der Nachwuchs ist im Modellflugverein gut vertreten

hkk_klcjubilaeumsausstellung Zum 35-jährigen Bestehen des Vereins hat der Kelkheimer Luftsportclub Modellflugzeuge im Pfarrzentrum in der Feldbergstraße ausgestellt. Dem Verein geht es aus verschiedenen Gründen gut im Moment.


 

Kelkheim Michael Günther hat in einem Punkt Glück. Sein erstes Modellflugzeug hat er einst zusammen mit seiner Ehefrau gebaut, die hat also durchaus etwas übrig für das Hobby ihres Mannes. Das können nicht alle der Freizeitpiloten für sich sagen, und das kann dann auch schon einmal Stress geben. Klassischer Anlass: Auf dem Kontoauszug taucht eine Abbuchung von 1000 Euro auf für einen Flugzeugmotor.

Keine Misstöne
Zur Jubiläumsausstellung gibt es freilich keine Misstöne, im Gegenteil. 146 Namen stehen derzeit auf der Mitgliederliste, das sind nicht wenige. Und besonders gut gefällt den Verantwortlichen, dass der Nachwuchs gut vertreten ist. Das ist längst nicht in allen Vereinen so. «Wir haben uns auch um die Jugend gekümmert», macht Günther klar, dass die Jugendlichen nicht von selbst kommen. Attraktiv ist sicher, dass sowohl die zum Zug kommen, die gerne basteln, als auch die, die nur fliegen wollen.

Vereinsboss Günther ist einer derjenigen, die gerne basteln. Deshalb hat er sich mit seinem letzten Modell auch für eine Bellanca Super Decathlon entscheiden, ein Flugzeug aus Holz. «Da kann man leichter Reparaturen machen», sagt Günther. Einen Kunststoffrumpf zu flicken, das führt selten zu befriedigenden Ergebnissen, während sich eine Holzkonstruktion immer wieder herstellen lässt.

Trotzdem ist Günther froh, dass seine Maschine bislang noch keine Bruchlandung hingelegt hat oder gar abgestürzt ist, immerhin hat sie rund 3000 Euro gekostet. Kleinere Blessuren hat es gegeben, aber so etwas lässt sich richten. Mehr als drei Meter Spannweite hat das Modell, an dem Günter ein halbes Jahr gebaut hat. Wie das Original wird das Modell für den Kunstflug, aber auch als Segelschlepper eingesetzt. Immer wieder bringt Günter mit seiner Maschine Segelflugmodelle in den Himmel.

Segeln und Benzinmotoren, das sind im Modellflug längst nicht mehr die einzigen Antriebsarten. Weil die Akkus immer leistungsfähiger, leichter und auch preiswerter werden, sind die Flugzeuge mit Elektromotoren auf dem Vormarsch. Freilich müssen diese Akkumulatoren aufgeladen werden, und dafür reichen Autobatterien und andere Notlösungen längst nicht aus. «Der Akku ist noch nicht voll, aber die Autobatterie schon leer», so Günther.

Stromanschluss
Also muss ein Elektroanschluss her, und das wird auf dem Vereinsgelände zwischen dem Golfplatz und der B519 gerade vorbereitet. Gespräche mit dem Stromversorger wurden schon aufgenommen. Und neuerdings ist auch eine andere Voraussetzung erfüllt – der Verein kann längerfristig auf seinem Gelände bleiben. Dieses gehört der Stadt, aber wie Bürgermeister Thomas Horn unlängst berichtete, hat der Luftsportclub einen neuen Pachtvertrag über 25 Jahre bekommen. Das beruhigt die Modellflieger erheblich, denn im vergangenen Jahr wurde in Kelkheim heftig darüber diskutiert, den Golfplatz am Hof Hausen in dieser Richtung zu vergrößern. Der Bürgermeister hatte dies befürwortet, konnte sich aber gegen den Widerstand, der aus verschiedenen Richtungen kam, nicht durchsetzen. bt

Quelle: Höchster Kreisblatt 17. Oktober 2010


Rund 2500 Besucher kamen zum Flugplatzfest des Kelkheimer Luft- sportclubs. Und sie bekamen einige spektakuläte Dinge zu sehen.

Kelkheim. Die Piper J3 Supercub kommt in die Seitenlage auser der Kurve - eine Tragfläche weist zum Boden, die andere zum Himmel. "Messerflug", nennen die Flieger dies, und es sieht zwar einfach aus, verlangt aber eine Menge Fingerspitzengefühl. "Da muss man schon eine Weile üben", informiert der Ansager die Zuschauer, die dem Piloten, kaum dass die Maschine gelandet ist. reichlich Beifall spenden.
Kay Succolowsky hat das Modell geflogen, später zeigte der 14 jährige noch mit einer Kunstflugmaschine allerlei Loopings, Rollen und andere Kunststücke. "Das geht noch tiefer", wird er angefeuert, als er die Maschine in Rückenlage ein paar Meter über der Wiese entlang rasen lässt. Aber das junge Clubmitglied lässt sich nicht provozieren. Sicherheit geht vor, und kein Modellflieger möchte vor Publikum einen Absturz hinlegen.
Einer kam aus Holland
Keine Frage, die Veranstaltung war geeignet, die Besucher für dieses Hobby zu beeistern. Rund 40 Bastler waren mit ihren Fliegern, von der histrorischen Militärmaschine bis zum Hubschrauber, angereist und alle konnten ausgiebig bewundert werden. Michael Günther, der Vorsitzende des Vereins, schätzt die Zahl der Besucher auf etwa 2500. Sicher zu dieser Resonaz beigetragen hat, dass der Tierschutzverein nebean ebenfalls seinen Tag der offenen Tür hatte - die Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen klappt seit Jahren.
Ebenfalls schon lage arbeite der Luftsportclub mit Gleichgesinnten nicht nur aus der Region zusammen. Sogar aus Holland war ein Modellflieger gekommen, um seine Maschine zu präsentieren. Intensive Kontakte gibt es außerdem mit Vereinen aus Aschaffenburg und Weilbach. Etwa ein Viertel der gezeigten Flugzeuge kamen von auswärts. Darunter auch eine der spektakulärsten Darbietungen des Wochenendes, für die Markus Brandt mit seinem Hubschrauber
sorgte. Der Eschborner, der sonst auf dem Weilbacher Flugplatz unterwegs ist, jagte seinen Helikopter in atemberaubenden Kapriolen über die frisch gemähte Wiese. Eben noch drehte sich der Helikopter im Vorwärtsflug um die eigene Längsachse, um Sekunden später, mit der Schnautze schräg nach oben stehend, wahre Sprünge zu vollführen. Auch ein Hubschrauber kann sich in der Luft auf den Rücken legen - viel hätte nicht gefehlt, und Brandts Modell hätte die Spitzen der Grashalme abrasiert.
"Das geht inzwischen autmatisch", lässt Brandt durchblicken, dass sehr viele Übungsstunden gebraucht werden, bis er eine solche Akrobatik hinbekommt. Trotzdem sei das Hubschrauberfliegen auch etwas für Anfänger, wobei er jedem rät, zunächst mit einem Simulator am Computer zu üben. Die seien inzwischen so gut, dass sie zur Vorbereitung genutzt werden können. So, wie er es betreibt, ist es kein preiswertes Hobby. Etwa einmal im Monat kommt es auch bei Ihm zu einer unplanmäßigen und daher harten Landung - und der Schaden liegt dann jedes Mal bei 100 bis 500 Euro.

Quelle: Höchster Kreisblatt 08.September 2009


KEZ1
Mit einer Luftverkehrssteuer brauchen die Flugzeug-Modellbauer nicht zu rechnen – ein Hobby, das beim Flugplatzfest des Kelkheimer Luftsport Clubs immer wieder nicht nur Scharen von Zuschauern anzieht, sondern auch Teilnehmer aus fernen Regionen. Freunde dieses Sports kamen sogar aus Franken. Und wer das Fliegen von Modell-Hubschraubern lernen wollte – auch dafür bestand die Möglichkeit auf einem eigens für Trainingsflüge reservierten Platz. Und wie das obere Bild zeigt, gab es nicht nur Modelle von Flugzeugen in Hülle und Fülle, sondern auch jede Menge Hubschrauber. Form und damit das Aussehen der neuen Fluggeräte haben sich gegenüber den „geflügelten“ Maschinen erheblich geändert. Nun, die Vorbilder dieser Modelle stammen ja nicht nur aus dem letzten Krieg, sondern flogen im Ersten Weltkrieg und wer wissen wollte wie es damals aussah, brauchte nur unter das eine Modellzelt zu schauen: Da saßen drei Piloten und droschen fröhlich einen Skat oder ein ähnliches Kartenspiel. Daneben ein Bierkasten und auf dem Tisch die Fläschchen. Im wirklichen Flugbetrieb heute undenkbar. Und so flogen die modernen Piloten der Jetztzeit ihre Runden bei den teilweise rasanten Vorführungen mit ihren Modellen ohne „Speed“ am Funkgerät, mit dem sie lenkten, machten aber durchaus Speed mit den Tankfüllungen, die aus Spezialmischungen bestanden. Benzin der besseren Sorte. Früher wurde auch mal Äther benutzt. Sagt man. Aber hier die kompetente Antwort von Reiner Treder: Für die kleineren Modelle 80% Methanol/20 % Rizinusöl (Gemisch und für die Großmodelle Superbenzin synthetisches Zweitaktöl (Gemisch 1:50).
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Quelle: Kelkheimer Zeitung 09. September 2010


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Die kleinen Gäste der Ferienbetreuung warten brav hinter dem Absperrband, bis der Modellflieger abhebt. Foto: Maik Reuß


Ferienkinder sind begeistert von Modellfliegern und besuchen den Flughafen

Diese Woche steht Zeichen von Propellern und Triebwerken. Die Kinder der Gundschul- betreuung besuchen den Kelkheimer Luft- sport-Club

Von Anne Zegelman

Kelkheim. Die Kinder sitzen auf Holzbänken, beißen in ihre Brote und machen Quatsch. Plötzlich ver- stummen sie. Peter Kreis hat den Motor seines "Gee Bee"-Sportflugzeugs gestartet. Ein steifer Wind schlägt den Kleinen ins Gesicht, der Motorenlärm dröhnt über die Wiese. Nach und nach legen die Kinder ihren Proviant zur Seite, stehen auf und nähern sich der Absperr- leine, die die Zuschauer vor den Fliegern trennt. "Gleich geht's los", flüstert ein Junge ehrfürchtig.
"Rund ums Fliegen" heißt es seit Montag bei der städtischen Ferienkinder- betreuung für Grundschul- kinder.
Und weil man mit dem Kelkheimer Lufsprot-Clubs (KLC) die Faszination Fliegen fast direkt vor der Haustür hat, darf im Wochenprogramm ein Besuch auf dem Flugplatz natürlich nicht fehlen. Zu Fuß machten sich die 34 Kinder und ihre Betreuuerin auf den Weg zu dem zwischen Hofheim und Keklheim gelegenen Ge- lände. Einen ganzen Tag lang, durften die Mädchen und Jungen den Modell- fliegern zusehen und dabei alle möglichen Fragen stellen. Bei jedem Start klatschten sie begeistert und kommentierten jedes Looping mit lautem "Hurra". Nur selbst fliegen durften die jungen Besucher nicht - aus Sicherheitsgründen, wie KLC-Mitglied Rolf Meyer erklärte. "wirklich draußen fliegen macht erst ab 14 Jahren Sinn", sagte der ehemalige Vorsitzende. "fürs Training haben wir dann den Lehrer-Schüler- Geräte, die wie in der Fahrschule funktionieren: Der Schüler fliegt, doch wenn es brenzlig wird, kann der Lehrer immer noch eingreifen." Die Gefahr, dass eines der mehreren hundert oder gar tausend Euro teuren Modelle beim Premierenflug zu Bruch gehe, sei einfach zu groß, wenn die jungen Besucher fliegen.

Erst mal üben
Obwohl manchmal Kinder enttäuscht waren, staunten sie doch über die Präzision, mit der der geübte Flieger ihr Modell durch die Luftströme lenkten. Gerade sie sind es, die das Fliegen so schwierig macht.
"Während der Schulzeit bieten wir für Kinder ab zwölf jeden Sonntag von 17 bis 19 Uhr ein Flug- training in der Pest- alozzi-Turnhalle an", so Meyer. "dort können sie mit kleinen Elektro-Fliegern üben und sind nicht dem Wind ausgesetzt." 25 Jugendliche ab
zwölf Jahren sind im Verein, insgesamt hat er 135 Mitglieder. Rolf Meyer, der den KLC in den 70er Jahren gegründet hat, ist stolz auf den Nachwuchs: "Manche unserer ehemaligen Jugendlichen sind heute tatsächliche Piloten".
Pilot werden, das ist auch der Wunschtraum vieler Kinder in der Betreuungs- gruppe. "Ich kann mir das gut vorstellen. das ist ein sehr spannender Beruf", erklärte der siebenjährige David. Der acht Jahre alte Philipp hatte von seiner Mama den Auftrag bekommen, beim KLC einmal nach dem Jugend- training zu fragen, schließlich ist der Junge ganz begeistert vor allem, was Flügel hat. Lara (8) findet zwar, dass Frauen nicht nur Stewardess, sondern auch Pilotin sein sollten. "Trotzdem mag ich lieber Tierärztin werden", sagte das Mädchen. Am Donnerstag besuchen die Kinder den Frankfurter Flughafen.

Quelle: Höchster Kreisblatt 12.August 2009


hkk_flugschueler002_060910Kelkheim. Bekannte Hobbypiloten aus der Region zeigen ihr Können mit Flugmodellen aller Art, und auch die Flugzeuge und Hubschrauber der Mitglieder des Kelkheimer Luftsport-Clubs (KLC) gehen am Wochenende in die Luft. Der Verein lädt für den 4. und 5. September von 10 bis 18 Uhr Gäste zu seinem Flugplatzfest auf das Feld an der B 519 (Einfahrt Zeilsheimer Weg/Kompostierungsanlage) ein. Ein besonderes Schmankerl wartet bei freiem Eintritt auf alle Mutigen: Sie können die Fernsteuerung bei einem Schnupperfliegen am Samstag ab 18 Uhr
sowie am Sonntag von 12 bis 13 Uhr selbst in die Hand nehmen. Erfahrene Piloten führen die Neulinge in das besondere Hobby ein. Essen und Getränke serviert der LFC seinen Besuchern in einem Festzelt. wein


Quelle: Höchster Kreisblatt 03. September 2010


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Über zwei Tage lang waren die Mitglieder des Kelkheimer Luftsport Clubs Gastgeber für einen Wettbewerb, der eigentlich eher aus dem Rahmen normaler Flugwettbewerbe fällt, jedenfalls aus der Sicht des Laien.
Es war ein Schleppwettbewerb. Und hier ging es in gewisser Weise genau so zu, wie beispielsweise beim Segelfliegen auf der Röhn: Motorflieger schleppten Segelflieger in die Luft. Nur waren es keine Großen Segelflieger vom Typ Graupner oder anderen Herstellern, sondern eben "nur" echt und maßstabsgerecht nachgebaute Modelle. Sie wurden nach oben gezogen, ein paar hundert Meter hoch, so dass die Bussarde oder Habichte, die gleichenfalls unterwegs waren, deutlich an Konturen gewannen, viel größer wirkten, als die Modelle. Und bevor die Segelflieger wieder landeten, waren die Motorflugzeuge - gleichenfalls natürlich Modell - längst wieder am Boden.

 

Top Top

Das Ganze drehte sich in diesem Fall um die Landesmeisterschaft im E-Schlepp-Breitensportwettbewerb", der Teilnehmer aus nah und fern angelockt hatte.
keyDie Bedingungen für die Bewertung erschließen sich eigentlich nur den Fachleuten, die mit Stoppuhr und den entsprechenden Formularen an der Rollbahn standen. Gewertet wurde jedenfalls sehr streng und wer seinen Segelflieger - genau so über eine elektronische Fernsteuerung dirigiert wie die Motor-Maschinen - nicht punktgenau auf einem vorher markierten Landeplatz ausschliddern ließ, hatte bei den Punktrichtern schlechte Karten.
Nicht jede Höhe ist in dieser Region beim Modellfliegen erlaubt - zu viel anderer Luftverkehr. Aber in diesem Fall gab es eine Ausnahme- genehmigung, die bis in 500 Meter Höhe reichte. Kein Wunder, dass Segler und Motorflugzeuge zeitweise nur als Pünktchen am Himmel zu erkennen waren.
Ganz oben und unten je ein Start im Foto: Während der ziehende Flieger noch am Boden klebt, hat der Segler bereits abgehoben und schwebt, segelt. Schön festgehakt am Schlepptau, das auch wie bei den Großen oben in der Luft ausgeklinkt wird. Darunter: Ein Motorflugzeug wird klar gemacht und ein Teilnehmer dirigiert seinen landenden Segler. Das Bild links unten: Nach der Landung in der rechten Hand der Segler, in der linken Hand die Fernbedienung im Köfferchen.

 

keyDie Mitglieder des Kelkheimer Vereins schnitten wie folgt ab: Bei der Einzelwertung (nur Segler) 5. Platz: Peter Kreis, 6. Platz Karl Waldeck und 7. Platz Jochen Kubannek. Bei der Mannschafts- wertung werden die Gespanne, also Motor- flieger und Segler, zusammen bewertet.
Da hier aber drei volle Wertungs- Durchgänge in der Einzelwertung geflogen wurde, brauchte die Mannschafts-wertung nicht mehr geflogen werden.




Quelle: Kelkheimer Zeitung vom 06. August 2009


KEZ6 An zwei Tagen am kommenden Wochenende wird es auf dem Modellflugplatz des Kelkheimer Luftsport Clubs das Flugplatzfest dieses Jahres geben. An beiden Tagen ist zwischen 10 und 18 Uhr einiges geplant, darunter auch ein großes Modell-Schaufliegen. Samstag ab 18 Uhr und am Sonntag zwischen 12 und 13 Uhr gibt es ein „Schnupperfliegen“ für Anfänger. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Wie es in der Ankündigung heißt, wird im Verein auch die Jugendarbeit groß geschrieben.

Die Jugendlichen basteln gemeinsam unter Anleitung von erfahrenen Modellbauern ihre eigenen Flugmodelle. Diese werden später dann unter Anleitung eines Fluglehrers eingeflogen und zu Trainingszwecken des Erbauers genutzt. Und wer das Fliegen von Modell-Hubschraubern lernen will – auch dafür besteht die Möglichkeit auf einem eigens für Trainingsflüge reservierten Platz. Der Verein besteht derzeit aus etwa 130 Mitgliedern aller Altersgruppen.

Quelle: Kelkheimer Zeitung 02. September 2010


Top

Peter Kreis macht seinen Segelflieger startklar.                                                                                                                           Foto: Reuß

Ausgerechnet zum Schlepp- wettbewerb der Kelkheimer Modellflieger gab es ungünstige Witterungsbedingungen. Die Piloten hatten trotzdem ihren Spaß.

Kelkheim. Hätte es sich um eine richtige Linienmaschine gehandelt, hätten die Passagiere diesen Flug wohl nie vergessen. Eben noch deutlich zu weit links neben der Landebahn, zieht das Flugzeug im Schrägflug viel zu weit nach rechts, um dann zwar doch auf dem vorgesehenen Bereich zu landen, aber auch um dabei ein ganzes Stück über den vorgesehen Bereich hinaus zu rutschen. Pilot Peter Kreis schüttelt den Kopf - der Wind hat ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Freilich war das alles nicht so schlimm, denn es handelte sich nur um ein Modellflugzeug mit immerhin vier Meter Spannweite zwar, der auch bei einem Absturz nur dann Schaden anrichten kann, wenn er am Boden zufällig jemanden trifft. Und so weit hat zumindest Kreis sein Flugzeug schon im Griff, ist er doch früher einmal mit seinen Modellflugzeugen in der Bundesliga - auch das gibt es in dieser Szene - geflogen.
Jede Sekunde zählt
Jetzt hatte der Kelkheimer Luftsport- Club zum ersten Mal die hessische Landesmeisterschaft im Flugzeug- schlepp ausgetragen. Das ist für die Modellpiloten schon eine Heraus- forderung: Eine Motormaschine zieht das Segelflugzeug in knapp 200 Meter Höhe, wo sie ausgeklinkt wird. Von diesem Zeit- punkt an sollte sie in 200 Sekunden auf einem vor- geschriebenen Feld landen. Für jede Sekunde mehr oder weniger gibt es Abzug. Und Punkte für die Landung gibt es nur, wenn der Segler in einem auf der Wiese markierten Landefeld liegen bleibt.
"Der eine oder andere ist wohl zu Hause geblieben", sagt der Vereins- vorsitzende Michael Günther und blickt gen Himmel. Der präsentiert sich bedeckt, und der Wind bläst ganz ordentlich - keine optimalen Bedingungen für die Fliegerei mit den Segelflugzeugen, die auf jeden Windhauch reagieren. Deshalb haben sich auch nur zehn Teilnehmer aus ganz Hessen eingefunden, die den zweitägigen Wettbewerb aber durchaus ernst nehmen.
Deshalb wurde am ersten Tag trainiert, und dabei passierte gleich drei Hobby-Piloten, was auch dem besten Modellflieger immer einmal passiert: Die Landung
fällt unsanft aus, es gibt erhebliche Schäden. Gleich beim Training fiel auch noch eine der drei Schlepp- maschinen aus, was aber keineswegs dazu führte, dass der Besitzer am Wettkampftag zu Hause blieb. Der schlug sich die Nacht um die Ohren, machte sein Segelflugzeug fit und nahm tags darauf am Wettbewerb teil. Gewonnen hat übrigens Marcu Briesenick vom FSV Dreieich vor Justus Appel (MSC Schöneck) und Manfred Kazewko aus Lahnau. "Das sind alles Routiniers, die das schon lange machen, während die meisten Kelkheimer Neulinge sind", begründet Vereinsboss Günther, warum die Einheimischen die hinteren Plätze belegten. Auf den Mannschafts- wettbewerb wurde schließlich verzichtet, da sich nur zwei Teams gemeldet hatten.

Öffentliche Flugtage
Wer sich für das Modellflughobby interessiert, sollte sich das Wochenende vom 5. bis 6. September im Kalender dick anstreichen - dann nämlich sind öffentliche Flugtage beim Luftsport- club, und dabei können auf dem Vereinsgelände zwischen Hofheim und Kelkheim nicht nur Segler, sondern ganz unterschiedliche Modelle beobachtet werden.
bt



Quelle: Höchster Kreisblatt August 2009