13.07.2012

 

Vandalen zerstören Ernte

 

Bis zu 1000 Quadratmeter zerstörte Ernte und ein zerfurchter Rasen – das ist das Ergebnis nächtlicher Randale südlich des Industriegebiets Münster.

Neben einigen Landwirten aus Kelkheim, Liederbach und Bad Soden ist auch der Kelkheimer Luftsport-Club (KLC) betroffen.

Eine anderthalb Meter breite Schneise zieht sich durch das Weizenfeld von Landwirt Alois Herr. Auf die Start- und Landebahn des KLC haben die Rowdies unschöne

Muster gefräst. Während Reiner Treder, Vereinssprecher des Luftsport-Clubs, vermutet, dass mit Quads über die Grundstücke gepflügt wurde, glaubt Landwirt Herr,

dass stärkere Fahrzeuge für die angerichteten Schäden verantwortlich sind. "Das waren Randalierer, die ihre Geländewagen ausprobieren wollten." Dabei seien die

Fahrer nicht gezielt vorgegangen, sondern wären durch einen Acker quer hindurch, hätten im nächsten eine Runde gedreht und sich auf den Weg zum nächsten

gemacht. Sein Kollege habe bereits das gesamte Feld abgemäht, "aus Angst, dass alles ausfällt". Alois Herr hingegen muss seinen Weizen noch einige Zeit stehen

lassen.

 

Auch Reiner Treder macht seinem Unmut Luft: "Das ist für uns eine sehr unangenehme Sache." Nach Meinung des KLC-Vereinssprechers handelt es sich um

Vandalen der schlimmsten Sorte. Bereits in den Vorjahren stand das Vereinsgelände, vor allem die Start- und Landebahn, im Interesse der Rowdies. "Die kommen

nur nach dem Regen", ist dem Vereinsvorsitzenden Michael Günther aufgefallen. Und auch Treder ist überzeugt: "Wenn der Boden schön feucht ist, macht es den

Vandalen anscheinend besonders viel Spaß." Die aktuellen Schäden hielten sich noch in Grenzen, verweist Treder auf schlimmere Attacken. Außerdem sei momentan "Wuchszeit". In spätestens zwei Wochen

sei, im wahrsten Sinne des Wortes, Gras über die Sache gewachsen. Dennoch dürfe nicht der Eindruck entstehen, "dass wir darüber grinsen". Bei der Aktion handele es sich um Sachbeschädigung. Der

Vereinsvorsitzende fasst den Ärger der KLC-Mitglieder zusammen: "Jetzt reicht’s. Wir ergreifen Maßnahmen." Eine Anzeige gegen Unbekannt wurde bereits bei der Polizei gestellt.

"Das sind Lebensmittel"

 

Landwirt Alois Herr wird diesen Schritt nicht gehen. "Eine Anzeige gegen Unbekannt ist reine Zeitverschwendung. Das rentiert sich alles gar nicht", meint er resigniert. "Das sind Lebensmittel", weist er

darauf hin, dass es sich nicht um einen Dummejungenstreich handelt. Zwischen 500 und 1000 Quadratmeter Fläche seien beschädigt worden, schätzt der Landwirt. Dabei wurden nicht nur seine Äcker

befahren, sondern "alle Felder im Umkreis des Flugplatzes".

 

© 2012 Höchster Kreisblatt


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